Samstag, 14. Januar 2017

Mawlamyaing

Ins 300 Km entfernte Mawlamyaing (https://de.wikipedia.org/wiki/Mawlamyaing) geht es wieder mal mit dem Zug, denn der ist trotz seiner Langsamkeit, voraussichtlich 10Stunden, immer noch gemütlicher als die knapp sechs stündige Busfahrt auf holprigen Straßen.

Die Einfahrt über die grosse Brücke ist dann auch dementsprechend beeindruckend, bevor wir am Bahnhof ankommen und ein Motorrad-Taxi mich in mein Hostel bringt.

Am nächsten Tag habe ich ein Motorrad gemietet und bin hinaus in Richtung Süden gefahren um den größten liegenden Buddha der Welt zu besichtigen. Es ist zwar, wie sich herausstellt nicht mehr der größte der Welt, aber dennoch ziemlich beeindruckend. Im inneren gibt es dann noche kleine Ausstellung mit der Lebensgeschichte Buddhas, sowie noch anderen Kuriositäten, welche eher der christlichen Vorstellung von Fegefeuer entsprechen.Mittags dann noch auf einen anderen Berg gestiegen, bevor es abends über eine Seitenstraße wieder zurück nach Mawlamyaing ging.













Auf Seitenstraßen ging es dann zurück nach Mawlamyaing um dann noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang anzukommen und mein Motorrad wieder abzugeben.



Montag, 9. Januar 2017

Yangon

Mit dem holprigen und schaukeligen Nachtzug ging es auf einer zwölfstündigen Reise von Bagan in die Hauptstadt Yangon (https://de.wikipedia.org/wiki/Rangun). Nachdem der Zug überaus komfortabel, nachts superkalt und kein Speisewagen vorhanden war, sind wir total ausgehungert ins nächste Kaffee und haben uns dort erstmal ein ausgedehntes Brunch genehmigt. Danach war dann auch nicht mehr viel mit uns anzufangen. Hostel einchecken und erstmal eine Runde schlafen.

Am nächsten Tag die Stadt erkundet, welche mit ihren knapp fünf Millionen Einwohnern angenehm ruhig ist - immer in Relation zu anderen asiatischen Großstädten. Ein bisschen durch die Altstadt geschlendert, mit den vielen viktorianischen Altbauten und es in Kaffees mit echtem Kaffee gut gehen lassen. Abends haben wir uns dann mit Dave wieder getroffen, der uns in ein Rohingyas Restaurant geführt hat. Von aussen sieht es aus wie jedes andere und der Service und die Bedienung ist wie immer in Myanmar relativ chaotische, aber das Essen... unglaublich, was man aus einfachsten Zutaten alles zaubern kann, wenn man es nur will.

Tags drauf ging es dann mit dem "Circle Train" (https://en.wikipedia.org/wiki/Yangon_Circular_Railway) einmal rund um Yangon. Wer sich jetzt hier sowas wie ein S-Bahn vorstellt, der ist weit gefehlt. Das ganze erinnert eher an eine Bimmelbahn in einem Vergnügungspark, schneller 10-20 Km/h geht hier einfach nicht. Und so ist man auch für die knapp 40 Km rund drei Stunden unterwegs.

Hier endet auch unsere gemeinsame Reise, Anna ist zurück nach Australien, Jana nach Bangkok und dann Dublin, Jonathan und Hazel sind weiter nach Indien und Dave ist wieder zurück zu seinem Job bei einem Fernsehsender in Myanmar. ...und für mich geht es von hier aus weiter Richtung Mawlamyaing, Hpa-An und zurück nach Thailand, da mein Visum hier in Myanmar leider bald ausläuft.




Abfahrt in Bagan: Der Bahnhof könnte locker eine Vielzahl von Zügen abfertigen, in Wirklichkeit fahren hier täglich nur zwei Züge ab, ein Zug nach Mandalay und einer nach Yagon.



In dieser Stadt sind nur Autos und größeres unterwegs. Motorräder wurden aus dem Stadtzentrum verbannt (http://www.mmtimes.com/index.php/special-features/162-wheels-2013/5788-ban-on-motorbikes-lingers.html).




Hindu Tempel neben KFC (oben) und Teile der Altstadt.



Was auch immer Angela Merkel uns hier sagen will, bleibt für immer ein Geheimnis - gefunden in einer Seitenstraße auf einem Buchmarkt entlang der Straße.



Der Bahnhof von Yangon ist riesig, dafür dass hier vielleicht zehn Züge am Tag abfahren und ankommen.


...und eine Job bei den Myanmar Railways habe ich auch gleich gefunden!


Im inneren des Zuges herrscht spartanismuss. Türen... Fehlanzeige, bei der Geschwindigkeit von max. 20 Km/h ist das aber auch nicht notwendig.


Bei einem der 39 Haltestellen wird der Bahnsteig plötzlich zum Marktstand. Früchte, Essen, Getränke, dafür muss man den Zug nicht mal verlassen sondern einfach nur aus dem Fenster jemand zurufen.



Die berühmte und markante Shwedagon Pagoda habe (https://de.wikipedia.org/wiki/Shwedagon) ich immer nur im vorbeifahren gesehen. Hier des Nachts bei einer Fahrt mit dem Taxi zurück zum Hotel. Nachdem ich aber Pagodas und Tempel bis zum Abwinken besucht habe, ist das wahrscheinlich auch kein großer Verlust.

Donnerstag, 5. Januar 2017

Bagan

Tempel, Tempel, Tempel... und davon über 2200 Stück. Bagan (https://de.wikipedia.org/wiki/Bagan) ist in vielem komplett anders als Angkor Wat. Beide sind auf ihre Weise weitläufig und beherbergen eine Vielzahl von Tempeln und Pagoden.

Bagan erkundet man am besten mit einem e-Bike/e-Scooter, den man überall mieten kann. Damit hat man die größtmögliche Flexibilität und kann sich frei innerhalb des Geländes bewegen. Sonnenauf- und -untergang gehören ebenfalls zu den Dingen, die man unbedingt einplanen sollte. Hier empfiehlt es sich ein bisschen zu informieren und vielleicht einen Standort zu finden, der nicht überlaufen ist. Wir haben beides vorbereitet und konnten so abseits vom Touristenstrom diese spektakulären Ereignisse erleben. Obwohl viele Leute davon geschwärmt haben, wie schön es ist bei Sonnenaufgang mit dem Heißluftballon aufzusteigen, so sind die Preise zwischen 300 - 500 USD doch eher abschreckend. Wer es sich leisten kann, sollte es vielleicht in Erwägung ziehen.

Ansonsten gibt es abseits der Hauptrouten gilt es unzählige von kleineren Anlagen zu erkunden, so dass die zwei Tag, die ich dort verbracht habe, wie im Fluge vorbeigegangen sind.




Diese Bilder bei Sonnenaufgang findet man in jedem Reiseprospekt über Myanmar, dennoch ist der Anblick und die Erfahrung einzigartig.



Einer der vielen kleineren Tempel entlang der Anlage.





...und einer der größeren (mit burmesischer Reisegruppe), welche immer noch als Wallfahrtsorte benutzt werden. Wenn man dann im Inneren ist und die knapp sieben Meter hohen Statuen und die Vielzahl kleinere betrachtet, ist es wirklich beachtlich was hier vor mehr als 800 Jahren entstanden ist.



Mit diesen e-Bikes kann man auf den staubigen Pisten das Areal erkunden.




...und noch mehr Tempel



Sonnenuntergang über Bagan welcher natürlich in Wirklichkeit besser aussieht als hier auf diesem Bild.


Dienstag, 3. Januar 2017

Mandalay

Mandalay (https://de.wikipedia.org/wiki/Mandalay) ist die zweitgrößte Stadt Myanmars und ist das politische Zentrum des Nordens. Da ich schon in einigen "grösseren" Städten in Asien war, habe ich hier nur zwei Tage eingeplant um die berühmte Holzbrücke im Süden der Stadt zu überqueren und den "Mandalay Hill" zu besteigen. Den großen Palast in der Mitte der Stadt habe ich ausgelassen, da er einfach zu groß ist, als dass man ihn gut erkunden könnte. Außerdem bin ich bald in Bagan mit seinen über 2000 Tempeln...

Als wir bei der Holzbrücke (https://de.wikipedia.org/wiki/U-Bein-Br%C3%BCcke) angekommen sind, mussten wir feststellen, dass diese mehr als gut gefüllt ist. Der Grund war schnell gefunden, denn der 04.01. ist Unabhängigkeitstag und so haben auch viele Einheimische die Gelegenheit genutzt und diesen Ort besucht um anschließend den spektakulären Sonnenuntergang zu genießen.

"Mandalay Hill" haben wir aus Zeitmangel nicht bestiegen, sondern und mit dem Taxi hinauffahren lassen. Von diesem Punkt aus hat man einen fantastischen Überblick über Mandalay und die umliegende Gegend. Der Tempel ist mit seinem "Spiegelkabinett" ebenfalls ein Besuch wert.





Die berühmte Holzbrücke oben, welche ziemlich gut gefüllt war. Das anschießende Bild vom Sonnenuntergang darf natürlich nicht fehlen.



Der königliche Palast von Mandalay von außen. Wir sind ein bisschen daran entlang gelaufen und nur um eine Kantenlänge des quadratischen Areals abzudecken hat uns eine knappe halbe Stunde gedauert.





Nachdem die Zeit etwas knapp geworden ist, denn unser Bus nach Bagan hätte sicher nicht auf uns gewartet, sind wir auf den "Mandalay Hill" gefahren und haben uns die Stadt von oben angeschaut und das innere des Tempels erkundet.



Montag, 2. Januar 2017

Pyin Ou Lin

Diese ehemalige englische "Hillstation" (https://de.wikipedia.org/wiki/Pyin_U_Lwin) der Engländer ist für seine alten Kolonialgebäude und den weitläufigen botanischen Garten bekannt. Wir sind mit der "Myanmar Railway" ganz gemütlich von Hispaw dorthin getuckert. ...schnell geht anders. Wenn man sich allerdings den Zustand Strecke und Zügen anschaut ist das auch kein Wunder. Ein Highlight auf der Strecke ist das gigantische Goteik Viaduct (https://de.wikipedia.org/wiki/Goteik-Viadukt), welches der Zug im Schritttempo überqueren muss.

Pyin Ou Lin empfängt uns mit Nieselregen. Übrigens mein erster Regentag seit mehr als drei Monaten. Nichts desto trotz machen wir uns tapfer auf und erkunden den riesigen botanischen Garten. Hier finden sich neben einheimischen und exotischen Pflanzen ein Vielzahl von Vögeln und eine riesige Insektensammlung. Hier könnte man gemütlich einen ganzen Tag verbringen und einfach nur auf der Wiese liegen und die Umgebung genießen, der Regen macht uns allerdings einen Strick durch die Rechnung.







Die schaukelige Fahrt mit der Bahn war auf jeden Fall eine gute Alternative zum Bus und die Überquerung des Viadukts ein wirkliches Highlight.




Pyin Ou Lin besitzt eine große Militärbasis mit Ausbildungszentrum. Das obige Bild wurde vor dem Haupteingang gemacht. Im darüberliegenden ist der "Clock Tower" im Herzen der Stadt zu sehen.










Bilder aus dem botanischen Garten mit seiner Vielzahl an Pflanzen und Tieren. Eine Besonderheit sind auch die Große Sammlung an versteinerten Holzstücken (https://en.wikipedia.org/wiki/Petrified_wood).




Weiter ging es dann mit einem Sammeltaxi Richtung Mandalay. Die Strasse, welche in relativ gutem Zustand für die Verhältnisse hier war, erlaubten Höchstgeschwindigkeiten bis zu 80 Km/h. Überholen bei Gegenverkehr oder nicht ausreichender Sicht gehört natürlich zu Selbstverständlichkeit. Während wir in einem ordentlichen Taxi saßen, benutzen die Einheimischen Pick-Ups als Transportmittel der Wahl. Diese werden mit Gütern und Personen solange beladen bis sie "voll" sind.