Montag, 20. März 2017

George Town / Penang

Nach einer Fahrt mit dem Nachtbus (Ankunft vier Uhr morgens in Hat Yai), ging es mit dem Minivan (Abfahrt acht Uhr morgens) gleich weiter über die Grenze nach Malaysia und in einem Rutsch durch bis George Town / Penang (http://wikitravel.org/en/Penang und http://wikitravel.org/en/George_Town_(Malaysia)).

Zur Klarstellung, Penang ist die Insel auf dessen Ostküste Georgetown liegt und an der Westküste noch ein paar Strände zu finden sind. Ich war zwar selber noch nicht auf der Westseite, aber wenn jemand vor hat Badeurlaub zu machen, dann gibt es schönere und vor allem saubere Gewässer (an der Ostküste, die ich noch besuchen werde). Die Westküste ist eine der Hauptverkehrsadern des internationalen Schiffsverkehrs und da kann man sich ja denken was da so los ist.

Zurück zu Georgetown... Hier ist eigentlich nur die Altstadt selber wirklich interessant und schön, der Rest ist Moderne Großstadt so wie man es kennt. Diese teilt sich auf in verschiedene Bereiche wie "Little India" oder "Chinatown". Besonders sehenswert sind auch die verschiedenen teils übergroßen Wandgemälde und Graffitis, die über die ganze Altstadt verteilt sind. Kneipen, Kaffees und Restaurants gibt es in Hülle und Fülle und man kann sich den ganzen Tag in dem Gewimmel treiben lassen. Wenn es im Augenblick nicht so unglaublich heiß und die Luftfeuchtigkeit kurz vor Regenschauer wäre. So hat es schon morgens um zehn Uhr locker mal 30 Grad, was die Erkundung teilweise ziemlich zäh macht.

Eine willkommene Abwechslung ist es da raus aus der Stadt zu kommen und z.B. den "Penang Hill" zu besuchen. Dieser ist ca. 800 Meter über dem Meeresspiegel und man kann ganz Bequem mit einem Bähnchen hochfahren. Ich habe das in den frühen Abendstunden gemacht und einen wunderbaren Blick über Georgetown und das benachbarte Butterworth gehabt.

In den Bildern unten kann ich nur einen Ausschnitt von dem wiedergeben, was es hier alles zu sehen gibt. Aus irgendeinem Grund habe ich kein Bild von "Little India", aber jeder der Indien kennt kann sich glaube ich ungefähr vorstellen wie es da zugeht: Laut und bunt.





Die Altstadt mit ihren Kolonialgebäuden, die meisten wurden währen der britischen Kolonialzeit gebaut.





Graffities und Wandgemälde dieser Art findet man überall in der Stadt, mal ein bisschen größer, mal kleiner, mal nur schwarz-weiß, manchmal kunterbunt.



Die "Jetties" sind auf stelzen gebaute Häuser in den bis heute ganze Familienclans leben. Insgesamt gibt es sieben dieser Siedlungen entlang des Stadtzentrums. 





Mit der Bahn geht es auf den "Penang Hill" - Auf den beiden unteren Bildern schaut man Richtung Osten über Georgetown hinüber nach Butterworth.




In einem der vielen chinesischen Tempel fand am Abend noch eine Aufführung lokaler Artisten statt. 


Mittwoch, 25. Januar 2017

Koh Chang Ranong

Diese kleine Insel, nicht zu verwechseln mit dem anderen Koh Chang nahe der Grenze zu Kambodscha, ist ein absolutes Paradies.

Während ich diese Zeilen hier schreibe, liege ich gerade unter ein paar Palmen am Strand während über mir ein Seeadler seine Kreise zieht und nach Beute ausschau hält. Auf der ganzen Insel gibt es drei oder vier Autos und eine handvoll Scooter. Beides im Besitz von Locals. Nur selten sieht man einen Farang auf einem Scooter sitzen und wenn dann ist einer von jenen, die schon eine ganze Weile hier sind (mehr als drei Monate). Alles wird zu Fuß erledigt was halb so wild ist, denn die Insel ist erstens nicht groß und zweitens hat man ja Zeit.

Die Insel selber ist "fest in deutscher Hand", sprich ein Großteil der Gäste kommt aus Deutschland oder Österreich und diese kommen schon seit zig Jahren hierher um dem deutschen Winter zu entfliehen. Es ist ein bunter Pulk von Personen, vom Arzt, über den LKW Fahrer, bis zum Hippie ist hier alles vertreten und trifft sich abends in einer der zahlreichen Kneipen und Restaurants entlang des Strandes oder im Landesinneren.



Strandhütten der einfacheren Art - Es gibt aber wie immer und überall in Thailand für jede Preisklasse etwas. Nur Warmwasser und A/C gibt es nirgends, da die Insel nicht ans Stromnetz angeschlossen ist. Dieser kommt aus Dieselaggregaten oder aber auch vermehrt aus Solarzellen.



Sonnenuntergang über der Long Beach - Die Inseln am Horizont gehören schon zu Myanmar.



Gegrillte Austern über dem Lagerfeuer sind nur eine der vielen leckeren Köstlichkeiten, die ich in den letzten Tagen hier gegessen habe.



Ausflug in den Dschungel im inneren der Insel ...



...und dann der Blick vom "höchsten Berg" auf das thailändische Festland.




Blick aus meiner Hängematte auf das Meer, noch mehr zu wollen wäre wahrlich vermessen.

Werde auf dieser Insel auf jeden Fall ein paar Tage länger bleiben, bevor die Reise Richtung Süden weitergeht.


Sonntag, 22. Januar 2017

Mae Sot - Bangkok - Ranong

Von Hpa-An ging es mit dem Sammeltaxi weiter bis an die thailändische Grenze. Natürlich sind aus den angegebenen drei Stunden bis zur Grenze wieder fünf geworden, aber daran bin ich mittlerweile schon gewohnt. Alles dauert so lange, wie es halt dauert.

Da macht es dann auch nichts mehr aus, dass ich nochmal vier Stunden an der burmesischen Grenze warten muss, weil alles zehn Minuten der Strom ausgefallen ist. Mir war das egal, und ich stand jedesmal draussen mit den Beamten und habe eine Zigarette geraucht, was will man auch sonst machen. Irgendwann wurde es allerdings auch den Beamten zu bunt und sie haben einfach ihre Smartphones ausgepackt und mit diesen dann die Bilder von Pass und dazugehöriger Person gemacht, das war nämlich das einzige wozu sie den Computer gebraucht haben. Für den Stempel im Pass braucht man keinen Strom.

Auf der Thai Seite ging hingegen wie gewohnt alles reibungslos. ... mit einem Motorrad-Taxi zum Busbahnhof von Mae Sot und ein paar Stunden später saß ich schon im VIP Nachtbus nach Bangkok.

In Bangkok um fünf Uhr morgens und halbwegs gut ausgeschlafen am Nort-Eastern-Busterminal angekommen. Wer noch nie dort war... Das Areal ist riesig. Busse kommen und gehen von hier aus Richtung Norden und Osten Thailands, und das Ganze im gefühlten 10 Sekunden Takt. Da alle Busse privat betrieben werden, hat man auch die Wahl in welchen Komfort man haben will. ...und wem das immer noch nicht genug ist der kann noch einen Mini-Van nehmen.

Bin in Bangkok mal wieder zwei Tage geblieben, bevor es weiter nach Ranong im Süden von Thailand geht.

Kurz nach unserer Abfahrt vom Southern-Busterminal haben wir gleich wieder gehalten: Reifenwechsel. Was bei uns mal wieder eine Riesenaktion ist, wird hier nebenbei erledigt und zwar mit voll beladenem Bus, inklusive Passagiere und laufendem Motor - man will ja schließlich den Luxus der Klimaanlage nicht missen.



Grenze von Myanmar nach Thailand




North-Eastern-Busterminal um fünf Uhr morgens.



Victory Monument in Bangkok - Von hier aus hat man Skytrain Anbindung und es fährt ein Shuttle-Bus (Linie 515) zum Southern-Busterminal.



So unkompliziert kann ein Reifenwechsel sein.


Montag, 16. Januar 2017

Hpa-An

Nur knapp 40 Km von Mwalying liegt Hpa-An (https://en.wikivoyage.org/wiki/Hpa-an) welche eine wunderbar überschaubare mittelgroße Stadt ist, die von einer grandiosen Bergkulisse umgeben ist. Besonders die zahlreichen Höhlen sind eigentlich ein Muss auf der Liste von Dingen die man gesehen haben muss. Jedoch musste ich meine Pläne schnell, wenn nicht zu sagen sehr schnell ändern nachdem mich auch eine Lebensmittelvergiftung erwischt hat. Ich habe mich schon gefragt, wann das passieren wird, denn jeden zweiten bis dritten den man hier fragt, hat auf jeden Fall Probleme hier. Das ist auch kein Wunder wenn man sich so anschaut wie hier mit Lebensmitteln umgegangen wird. Kühlung für Fleisch und Fisch ist Glückssache, denn häufige Stromausfälle machen das ganze ein bisschen kompliziert. Also habe ich erstmal zwei Tage im Hostel verbracht und mich von Toastbrot und Wasser ernährt.

Am ersten Abend war ich noch bei der "Bat Cave", aus der Nacht für Nacht an die 100.000 Fledermäuse herauskommen und die Dunkelheit entschwinden. Zuerst schaut man sich das ganze von einem höherliegenden Felsen an, bevor man dann ein bisschen heruntersteigt und sich das Spektakel weiter anschaut. Man hat hierfür genügend Zeit denn bis die 100.000 Fledermäuse alle entflogen sind dauert es eine gute halbe Stunde.

Da mein Visa für Myanmar nach 28 Tagen aufgebraucht ist, geht es jetzt erstmal zurück nach Thailand. Erst nach Bangkok und von dort aus in den Süden, wo sich die Wetterlage nach Monsun und Taifun nun hoffentlich stabilisiert hat.






Die schwarzen Flecken in den oberen Bildern sind die Fledermäuse, besser ging es nicht, denn die kommen mit einem Affenzahn aus dem Spalt rechts von der Pagoda (unteres Bild).


Samstag, 14. Januar 2017

Mawlamyaing

Ins 300 Km entfernte Mawlamyaing (https://de.wikipedia.org/wiki/Mawlamyaing) geht es wieder mal mit dem Zug, denn der ist trotz seiner Langsamkeit, voraussichtlich 10Stunden, immer noch gemütlicher als die knapp sechs stündige Busfahrt auf holprigen Straßen.

Die Einfahrt über die grosse Brücke ist dann auch dementsprechend beeindruckend, bevor wir am Bahnhof ankommen und ein Motorrad-Taxi mich in mein Hostel bringt.

Am nächsten Tag habe ich ein Motorrad gemietet und bin hinaus in Richtung Süden gefahren um den größten liegenden Buddha der Welt zu besichtigen. Es ist zwar, wie sich herausstellt nicht mehr der größte der Welt, aber dennoch ziemlich beeindruckend. Im inneren gibt es dann noche kleine Ausstellung mit der Lebensgeschichte Buddhas, sowie noch anderen Kuriositäten, welche eher der christlichen Vorstellung von Fegefeuer entsprechen.Mittags dann noch auf einen anderen Berg gestiegen, bevor es abends über eine Seitenstraße wieder zurück nach Mawlamyaing ging.













Auf Seitenstraßen ging es dann zurück nach Mawlamyaing um dann noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang anzukommen und mein Motorrad wieder abzugeben.



Montag, 9. Januar 2017

Yangon

Mit dem holprigen und schaukeligen Nachtzug ging es auf einer zwölfstündigen Reise von Bagan in die Hauptstadt Yangon (https://de.wikipedia.org/wiki/Rangun). Nachdem der Zug überaus komfortabel, nachts superkalt und kein Speisewagen vorhanden war, sind wir total ausgehungert ins nächste Kaffee und haben uns dort erstmal ein ausgedehntes Brunch genehmigt. Danach war dann auch nicht mehr viel mit uns anzufangen. Hostel einchecken und erstmal eine Runde schlafen.

Am nächsten Tag die Stadt erkundet, welche mit ihren knapp fünf Millionen Einwohnern angenehm ruhig ist - immer in Relation zu anderen asiatischen Großstädten. Ein bisschen durch die Altstadt geschlendert, mit den vielen viktorianischen Altbauten und es in Kaffees mit echtem Kaffee gut gehen lassen. Abends haben wir uns dann mit Dave wieder getroffen, der uns in ein Rohingyas Restaurant geführt hat. Von aussen sieht es aus wie jedes andere und der Service und die Bedienung ist wie immer in Myanmar relativ chaotische, aber das Essen... unglaublich, was man aus einfachsten Zutaten alles zaubern kann, wenn man es nur will.

Tags drauf ging es dann mit dem "Circle Train" (https://en.wikipedia.org/wiki/Yangon_Circular_Railway) einmal rund um Yangon. Wer sich jetzt hier sowas wie ein S-Bahn vorstellt, der ist weit gefehlt. Das ganze erinnert eher an eine Bimmelbahn in einem Vergnügungspark, schneller 10-20 Km/h geht hier einfach nicht. Und so ist man auch für die knapp 40 Km rund drei Stunden unterwegs.

Hier endet auch unsere gemeinsame Reise, Anna ist zurück nach Australien, Jana nach Bangkok und dann Dublin, Jonathan und Hazel sind weiter nach Indien und Dave ist wieder zurück zu seinem Job bei einem Fernsehsender in Myanmar. ...und für mich geht es von hier aus weiter Richtung Mawlamyaing, Hpa-An und zurück nach Thailand, da mein Visum hier in Myanmar leider bald ausläuft.




Abfahrt in Bagan: Der Bahnhof könnte locker eine Vielzahl von Zügen abfertigen, in Wirklichkeit fahren hier täglich nur zwei Züge ab, ein Zug nach Mandalay und einer nach Yagon.



In dieser Stadt sind nur Autos und größeres unterwegs. Motorräder wurden aus dem Stadtzentrum verbannt (http://www.mmtimes.com/index.php/special-features/162-wheels-2013/5788-ban-on-motorbikes-lingers.html).




Hindu Tempel neben KFC (oben) und Teile der Altstadt.



Was auch immer Angela Merkel uns hier sagen will, bleibt für immer ein Geheimnis - gefunden in einer Seitenstraße auf einem Buchmarkt entlang der Straße.



Der Bahnhof von Yangon ist riesig, dafür dass hier vielleicht zehn Züge am Tag abfahren und ankommen.


...und eine Job bei den Myanmar Railways habe ich auch gleich gefunden!


Im inneren des Zuges herrscht spartanismuss. Türen... Fehlanzeige, bei der Geschwindigkeit von max. 20 Km/h ist das aber auch nicht notwendig.


Bei einem der 39 Haltestellen wird der Bahnsteig plötzlich zum Marktstand. Früchte, Essen, Getränke, dafür muss man den Zug nicht mal verlassen sondern einfach nur aus dem Fenster jemand zurufen.



Die berühmte und markante Shwedagon Pagoda habe (https://de.wikipedia.org/wiki/Shwedagon) ich immer nur im vorbeifahren gesehen. Hier des Nachts bei einer Fahrt mit dem Taxi zurück zum Hotel. Nachdem ich aber Pagodas und Tempel bis zum Abwinken besucht habe, ist das wahrscheinlich auch kein großer Verlust.